Die Buslinie 30 war im vergangenen Spätherbst bis hinein in das Frühjahr dieses Jahres ein wiederkehrendes und großes Thema. Um die Verweilqualität in der Frankfurter Straße zu erhöhen, gab es Überlegungen, die Herausnahme der Linie aus der Frankfurter Straße zu prüfen. Kurz danach kamen erste Verlautbarungen aus Frankfurt, die Linie an der Friedberger Warte zu kappen und nicht mehr bis in die Frankfurter Innenstadt zu führen.



Nach Fahrgastzählungen und Befragungen gab es zuletztmehrere Gespräche zwischen der Stadt Bad Vilbel, der VGO und der Betreibergesellschaft
der Buslinie, der TraffiQ. „Wir haben hierbei zunächst ergebnisoffen
verschiedene, alternative Routen für die Linie 30 durch Bad Vilbel diskutiert.
Alle Varianten sahen die Herausnahme der Busse aus der Frankfurter Straße vor.
Im Anschluss wurden dann die Zählungen und Befragungen durchgeführt“, skizziert
Erster Stadtrat und Verkehrsdezernent Sebastian Wysocki die Vorgehensweise seit
dem Herbst 2018.

 

Nach Auswertung aller vorliegenden Daten und weiterer
Gespräche kam man nun zu der Auffassung, die Linie 30 nicht aus der Frankfurter
Straße zu nehmen. „Alle Seiten betonten die Wichtigkeit der Linie 30 für den
Öffentlichen Personennahverkehr in Bad Vilbel. Insbesondere TraffiQ gab daher
zu bedenken, dass eine Herausnahme aus der Frankfurter Straße dazu führen
könnte, die Linie 30 erneut zur Disposition zu stellen. Die kommt für uns
jedoch nicht in Frage. Die Buslinie 30 mit ihrer direkten Anbindung an die
Frankfurter Innenstadt muss bestehen bleiben“, erläutert Wysocki.

 

Man werde daher Abstand davon nehmen, die Busse der Linie 30
aus der Frankfurter Straße heraus zu nehmen. „Die Linie 30 mit der Diskussion
um eine Kappung an der Friedberger Warte ist ein zu sensibles Thema, als dass
wir hier nun Schnellschüsse machen können. Nach Abwägung aller Zahlen, Daten
und Fakten haben wir uns daher entschlossen, die Linie 30 in der Frankfurter
Straße zu belassen“, erklärt der Erste Stadtrat.

 

Über diesen Schritt habe Wysocki auch die
Fraktionsvorsitzenden in der Stadtverordnetenversammlung informiert. „Ich habe
alle Zahlen transparent übermittelt und den Verlauf der Gespräche dargestellt.
Auch wenn man sicher über die Zahlen und Daten diskutieren kann, so überwiegt
letztendlich die hohe Verkehrsbedeutung der Buslinie 30 für unsere Stadt. Wir
dürfen die direkte Verbindung der Linie nach Frankfurt nicht gefährden“, so
Wysocki abschließend.


Veröffentlicht: 07.06.2019

Quelle – Stadt Bad Vilbel