Der ASB: einst Selbsthilfeinitiative für Arbeiter und Handwerker, heute nationale Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation

on 14.2.2018

Rund 1,3 Millionen Menschen unterstützen mit ihrer Mitgliedschaft den Arbeiter-Samariter-Bund. Er besteht aus 16 Landesverbänden, 205 Regional-, Kreis- und Ortsverbänden und 125 GmbHs. Als Wohlfahrtsverband ist der ASB in vielen Aufgabengebieten im Einsatz. Dies sind insbesondere Altenhilfe und Pflege.

Genau zu diesem Thema trafen sich Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch und Johannes Fellner, Bereichsleiter des Bereichs Leben im Alter beim ASB Mittelhessen am Standort Karben.

„Je älter Menschen werden, umso häufiger benötigen sie Hilfe und Unterstützung. Im Pflegeheim zu leben, kann sich für Betroffene ungut anfühlen, wenn diese Hilfeart noch nicht notwendig ist“, so Stephanie Becker-Bösch. „Die Pflege und Betreuung zu Hause durch die Familie ist eine durchaus gute Lösung. Dennoch ist die anhaltende Belastung nicht zu unterschätzen, nicht nur körperlich. Gerade die emotionale Belastung, 24 Stunden für den Betroffenen da zu sein, kann die Familienangehörigen und Freunde an ihre Grenzen bringen.“

Hier können professionelle Pflegedienste, wie zum Beispiel der ASB ansetzen. „Unsere ambulante Pflege ist eine wichtige Entlastung der Familien“, erklärt Johannes Fellner.

„Wir müssen die Gesellschaft dazu zu bringen, sich mehr mit der älteren Generation, ihren Wünschen bezüglich der Lebensgestaltung und den notwendigen Hilfen auseinanderzusetzen. Unsere Seniorinnen und Senioren, die jetzt Hilfen benötigen, haben für uns, die heutige Generation, viel geleistet. Ich erinnere nur an die Nachkriegszeit und das darauf folgende Wirtschaftswunder der 1950er Jahre. Es ist an der Zeit, etwas zurückzugeben. Damit meine ich konkret, dass wir alle gemeinsam überlegen müssen, welche Betreuungsformen im Alter angemessen sind und den Wünschen älterer Menschen entsprechen“, konstatiert Stephanie Becker-Bösch.

In der Altenpflege sind die Hilfeformen dreigeteilt: die ambulante Pflege zu Hause, die stationäre Pflege im Heim und die teilstationäre Betreuung in einer Tagespflege.

„Die Tagespflege bietet den Betroffenen und ihren Familien eine sehr gute und individuelle Lösung. Meist können die Besuchstage einzeln gebucht werden und die Angehörigen können ihre Planungen genau darauf abstellen. Ein Beschäftigungsprogramm findet individuell und je nach Tagesform statt. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass das gewohnte Umfeld, die eigenen vier Wände, ansonsten bestehen bleibt“, so Stephanie Becker-Bösch.

Die Nachfrage nach Tagespflegeplätzen in der Wetterau steigt konstant an. Pflegebedürftige verbringen dort bis zu acht Stunden, wenn die Angehörigen sie zum Beispiel wegen Berufstätigkeit tagsüber nicht versorgen können. Die Tagespflege bietet Abwechslung, neue soziale Kontakte und die Wiedererprobung praktischer Fähigkeiten.

„Mein Ziel ist es, den Ausbau von Tagespflegeplätzen in der Wetterau zu unterstützen. Ich bin froh, dass unsere Anbieter in diesem Bereich diesen Weg mit mir gemeinsam einschlagen wollen. Insbesondere für die Kommunen Butzbach, Altenstadt und Ober-Mörlen haben wir heute sehr intensiv die verschiedenen Möglichkeiten ausgelotet und ich bin überzeugt, mit dem ASB den Ausbau der Tagespflege dort voranzubringen“, zieht Stephanie Becker-Bösch Bilanz des Gesprächs.

 

Bild: Johannes Fellner und Stephanie Becker-Bösch am Elektrofahrzeug des ASB.




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