Kommunale Steuern: Erhöhungen, aber auch Senkungen - IHK befragt alle 62 Kommunen des Bezirks zu Gewerbe- und Grundsteuer

on 15.2.2018

Im Jahr 2018 haben elf Kommunen im IHK-Bezirk die Realsteuerhebesätze erhöht. Sechs Kommunen steigerten den Hebesatz der Gewerbesteuer. In zehn Fällen wurde der Hebesatz der Grundsteuer B und in neun Fällen der Grundsteuer A angehoben. Fünf Kommunen jedoch senkten mindestens einen Hebesatz: Allendorf (Lumda), Antrifttal, Laubach, Lauterbach und Ober-Mörlen.

Die 18 Kommunen des Landkreises Gießen weisen mit einem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 388 Prozent den höchsten Wert im IHK-Bezirk auf. Der Vogelsbergkreis mit 19 Kommunen folgt mit durchschnittlich 385 Prozent. Für die 25 Kommunen des Wetteraukreises wurde - wie auch im Vorjahr - der geringste Durchschnittswert ermittelt. Er liegt 2018 bei 374 Prozent.

Den höchsten Gewerbesteuerhebesatz im IHK-Bezirk verzeichnet die Stadt Nidda mit 440 Prozent. Den niedrigsten Wert in Höhe von 325 Prozent hat die Gemeinde Wöllstadt im Wetteraukreis. Bei der Gewerbesteuer haben nunmehr 58 der 62 Kommunen einen Hebesatz von mindestens 357 Prozent. Seit der Reform des Kommunalen Finanzausgleichs im Jahr 2016 ist dieser Wert der Nivellierungswert im Kommunalen Finanzausgleich für kreisangehörige Kommunen.

Erhöhungen der Grundsteuer

Wie bereits in den Vorjahren geschehen, erhöhten 2018 einige Kommunen die Hebesätze der Grundsteuer. Die Bandbreite der Hebesätze bei der Grundsteuer B liegt zwischen 260 und 840 Prozent; bei der Grundsteuer A zwischen 290 und 570 Prozent. Bei der Grundsteuer B weisen mittlerweile 53 der 62 Kommunen einen Hebesatz von mindestens 365 Prozent auf. Dieser Wert entspricht dem Nivellierungswert im Kommunalen Finanzausgleich für kreisangehörige Kommunen.

Die Grundsteuer A wird auf Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft und die Grundsteuer B auf bebaute oder bebaubare Grundstücke sowie auf Gebäude erhoben.

Die komplette Übersicht über die Hebesätze in den drei Kreisen des IHK-Bezirks ist bei der IHK Gießen-Friedberg erhältlich. Ansprechpartnerin ist Doreen Franz., Tel. 06031/609-4105, E-Mail franz(at)giessen-friedberg(dot)ihk(dot)de. Im Internet stehen die Daten zum Download unter www.giessen-friedberg.ihk.de bereit. Die Dokumentennummer lautet 3304118.




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