Kreis informiert über Amnestie bei illegalem Waffenbesitz – keine Strafe bei rechtzeitiger Abgabe

on 25.1.2018

Die Bundesregierung will die Zahl der illegalen Waffen und Munition reduzieren. Aus diesem Grund hat sie das Waffengesetz novelliert. Die Änderungen sind im Juli des vergangenen Jahres in Kraft getreten. Ein Jahr lang, bis zum 1. Juli 2018, können Besitzerinnen und Besitzer unerlaubte Waffen oder unerlaubte Munition straffrei bei Behörden und Polizei abgeben. Das hat Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler jetzt in einer Presseerklärung mitgeteilt. 

Für einen wirksamen Strafverzicht müssen die Besitzerinnen und Besitzer Waffen und Munition bei der Waffenbehörde der Kreisverwaltung Wetterau, Telefon: 06031/83-2525, 83-2526 und 83-2527 oder bei den Polizeistationen abgeben.

So müssen Waffenbesitzer keine Verwaltungsgebühr bezahlen. Die Abgabe und auch spätere Vernichtung der Waffen ist für den Besitzer kostenlos. Von dem Strafverzicht sollen auch jene profitieren, die zum Beispiel infolge eines Erbfalls oder Fundes unerlaubt in den Besitz der Waffe oder von Munition gelangt sind.

In der Wetterau gibt es rund 7.000 registrierte Waffenbesitzer. Überwiegend sind das Jäger, Sportschützen und Altbesitzer oder Personen, die beispielsweise eine legale Waffe geerbt haben.

Regelmäßig findet eine „Zuverlässigkeitsprüfung“ der Inhaber einer waffenrechtlichen Erlaubnis statt. Darunter fallen auch Besitzer des sog. „Kleinen Waffenscheines“.

Dazu werden Auszüge aus dem Bundeszentralregister, Abfragen beim Landeskriminalamt und des Verfahrensregisters über die Unbedenklichkeit der Waffenbesitzer durchgeführt. Dafür wird alle drei Jahre eine Gebühr von derzeit 35 Euro fällig.

Sportschützen und Jäger müssen außerdem ein Bestehen ihres Bedürfnisses nachweisen.

Jäger weisen dies durch das Lösen eines gültigen Jagdscheines nach. Sportschützen müssen ihre aktive Mitgliedschaft in einem Schützenverein entweder durch Vorlage ihres Schießbuches oder durch eine entsprechende Bestätigung Ihres Vereins oder Verbandes nachweisen.

Teil der Sicherheitsüberprüfung ist auch der Hinweis auf die sichere Aufbewahrung der Waffen. Diese muss unaufgefordert bereits seit 2009 nachgewiesen werden. „Das kann auch durch die Vorlage von Rechnungen für einen Waffenschrank oder durch Bilder der Waffenschränke, bzw. des Typenschildes geschehen, die per E-Mail an die Waffenbehörde: waffen-jagd(at)wetteraukreis(dot)de geschickt werden kann“, so Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler abschließend.

 

Unser Bild zeigt in der Waffenbehörde des Wetteraukreises abgegeben Waffen

 

 




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