Manchmal geht es um Sekunden

on 2.1.2018

Nach einem Unfall, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall geht es oft um Sekunden. Im Notfall kann nur schnelle Hilfe Leben retten. Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch informierte sich über den Rettungsdienst bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Rhein-Main in Bad Nauheim.

Der deutsche Rettungsdienst gehört zu den besten der Welt. Modernste Technik, gute Ausbildung und regelmäßige Weiterbildungen sind die Grundlage für die schnelle Versorgung im Ernstfall. Zum Team des Rettungsdienstes gehören Notfallsanitäter, Rettungsassistenten und Rettungssanitäter. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen unterstützt ein Notarzt das Team der Notfallrettung.

„Gerade im ländlichen Raum wie der Wetterau ist das Zusammenspiel zwischen Rettungsdiensten, wie den Johannitern, und dem Gesundheitszentrum Wetterau mit deinen Akutkrankenhäusern ein unabdingbares Muss, wenn es um die schnelle Versorgung und Behandlung geht. Bei einer lebensbedrohlichen Situation ist in der Regel binnen zehn Minuten ein Fahrzeug zur Erstversorgung vor Ort. Ich kann den haupt- und ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern nur meinen Respekt ausdrücken und meinen Dank aussprechen, dass sie an Wochenenden, Sonn- und Feiertagen rund um die Uhr bereit stehen“, sagt Stephanie Becker-Bösch. „Im Zusammenspiel der Gesundheitsvorsorge im ländlichen Raum sind wir alle gefragt, denn es muss zum Beispiel gewährleistet sein, dass unsere Gesundheitszentren auch erreichbar sind. Die medizinische Versorgungssicherheit im ländlichen Raum hängt aber auch davon ab, ob Ärzte bewegt werden können, sich dort niederzulassen. Neben finanziellen Anreizen ist hier eines besonders wichtig: das Wohnumfeld für sie und ihre Familien attraktiv zu erhalten und zu gestalten. Das sehe ich für die nächste Zukunft als eine sehr wichtige Aufgabe an.“

Der Wetteraukreis ist mit einem flächendeckenden Netz von Rettungswachen ausgestattet. Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich die Zahl der Rettungswachen von zehn auf 18 erhöht. Die Zahl der Rettungswagen wurde von 19 auf 30 Fahrzeuge aufgestockt. Die vier in Büdingen, Nidda, Karben und Bad Nauheim/Friedberg vorgehaltenen Notarzteinsatzfahrzeuge sind an 365 Tagen für 24 Stunden einsatzbereit.

Ziel ist es nach wie vor, die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von zehn Minuten einzuhalten. Für einen Flächenkreis wie die Wetterau ist das schwierig, vor allem bei schlechten Witterungsverhältnissen oder während der Spitzenverkehrszeiten.

„Ich freue mich sehr über die Einladung von Oliver Pitsch, einmal einen Tag auf dem Rettungswagen mitfahren zu können. Die Eindrücke und Erfahrungen, die ich dann sammeln kann, werden mir bei Entscheidungen über die Gesundheitsvorsorge im Wetteraukreis sehr hilfreich sein“, so Stephanie Becker-Bösch.

 

Bild: Von links: Tobias Hartmann (Wachleiter und Rettungsassistent), Oliver Pitsch (Regionalvorstand), Stephanie Becker-Bösch, Rettungssanitäterin Johanna Gäns und Teamleiter Sebastian Dittmann




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