Neuer Internet-Wegweiser für Demenzerkrankte und Angehörige

on 19.12.2017

Modellprojekt Demenzatlas Hessen hat aktuell landesweit 1.000 Angebote zusammengetragen – Freiwilligenzentrum mit Angebot „Demenzinsel“ zu finden
Wenn das Erinnerungsvermögen nachlässt, ist die Verunsicherung groß. Neben medizinischen Fragen steht auch die Bewältigung des Alltags an. Betroffenen und ihren Angehörigen bietet eine neue Online-Datenbank übersichtliche Orientierung über wohnortnahe Unterstützungsangebote. Mit einer hessenweiten Fachtagung in Frankfurt wurde kürzlich der „Demenzatlas Hessen“ eröffnet.

Das Freiwilligenzentrum – aktiv für Bad Nauheim durfte sich mit seinem Projekt „Silberstern“ an diesem Tag vorstellen, das die „Demenzinsel“ für Bad Nauheim umfasst. Diese beinhaltet eine „Hotline“ (06032-509924), die für Menschen erste Kontaktstelle sein soll, wenn diese auf hilflose Personen treffen und helfen möchten. Zum anderen bietet das Freiwilligenzentrum „Silberstern-Schulungen“ an, die den Einzelhandel, Banken, Behörden, die Gastronomie, Apotheken und viele Interessierte in Vereinen für das Thema Demenz sensibilisieren sollen.

Bürgermeister Klaus Kreß lobte den Einsatz des Freiwilligenzentrums und betonte, dass das Projekt und vor allem die Hotline wertvolle Unterstützungen für die Betroffenen seien. Erster Stadtrat Peter Krank sieht ebenfalls die Bedeutung der Demenzinsel für Bad Nauheim und hofft, dass bald viele Menschen die Nummer der Hotline kennen.

„In Hessen sind derzeit über 100.000 Männer und Frauen an einer Form von Demenz erkrankt. Betroffen sind auch ihre Partner und Familien, die für sie sorgen. Mit dem Demenzatlas Hessen möchten wir hessenweit Transparenz über bestehende Versorgungsstrukturen für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen herstellen. Darüber hinaus werden in einzelnen Regionen Möglichkeiten einer wirksamen Vernetzung zur Verbesserung der Versorgungssituation erprobt“, betonte der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, in Wiesbaden.

Das vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration sowie von den Pflegekassen finanzierte Modellprojekt Demenzatlas Hessen hat aktuell landesweit etwa 1.000 Angebote unter www.demenzatlas-hessen.de zusammengetragen. Hier finden Betroffene und Angehörige Hilfen und erste Antworten auf drängende Fragen: Ist das nachlassende Gedächtnis der Beginn einer Demenz? Wie lange werde ich noch allein zurechtkommen? Werde ich meinen Partner zu Hause pflegen können? Kann ich gleichzeitig für meine Eltern sorgen und arbeiten gehen?

Zum Auftakt des Online-Angebots am 28. November 2017 luden die Projektpartner, das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, der Hessische Städtetag und der Hessische Landkreistag sowie die Pflegekassen, gemeinsam mit den Projektträgern PRO INKLUSIO gGmbH und Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. zu einer hessenweiten Fachtagung beim Landessportbund in Frankfurt am Main ein. Weitere Infos gibt es unter www.demenzatlas-hessen.de.




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