Wetteraukreis finanziert Schulsozialarbeit in Karben

on 16.1.2018

Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch erweitert die Schulsozialarbeit um den Schulverbund der Stadt Karben ab dem Schuljahr 2018/2019.

„Mit der Stadt Karben wird zum 1. September 2018 ein siebter Schulverbund an den Start gehen. Ich bin zufrieden, dass wir mit Bürgermeister Guido Rahn die vertragliche Basis nunmehr vereinbaren konnten“, so Stephanie Becker-Bösch. „Die Stadt Karben hat eigene Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, aus diesem Grund war für diesen Schulverbund keine Ausschreibung nötig. Vielmehr finanziert der Wetteraukreis den größten Teil der Personalkosten mit einem Volumen von 168.700 Euro pro Jahr, für genau 2,41 Vollzeitstellen. Selbstverständlich erfolgt die Sozialarbeit an den Karbener Schulen auf der gleichen Grundlage wie im Ausschreibungsverfahren 2017. Maßgeblich ist das Pädagogische Rahmenkonzept und auch bei der Finanzierung wurden die gleichen Grundlagen angewandt.“

Konflikte schlichten, Schwänzen verhindern, Familien beraten - das ist Sozialarbeit an Schulen. Ein Beispiel dazu: In den Pausen geht es auf dem Schulhof der Grundschule ziemlich laut zu. Es wird gerannt und auch mal ein Kind angerempelt. Zwei Jungs haben sich beim Hinfallen die Jeans zerrissen. Der Sozialarbeiter der Schule bespricht das Problem mit den Kindern und aus dem aktuellen Konflikt entwickelt sich ein Projekt „Schulhofregeln“. Alle Kinder der Grundschule stellen gemeinsam Regeln zum Verhalten in den Pausen auf.

Aber auch für persönliche Nöte ist die Sozialarbeit in Schulen da: Jana, 14 Jahre alt, ist traurig und kann sich im Unterricht nicht mehr richtig konzentrieren. In der offenen Sprechstunde vertraut sie dem Sozialarbeiter an der Schule an, dass ihre Freundin aus der Parallelklasse nicht mehr mit ihr spricht und sie den Grund nicht kennt. Der Sozialarbeiter bespricht die Situation, fragt nach ihren Gefühlen, Bedürfnissen und Wünschen. Jana kann im Gespräch eine Strategie entwickeln, diesen Konflikt mit ihrer Freundin zu lösen.

„Aus diesen Beispielen lässt sich eines ableiten: Schule braucht Sozialarbeit. Die entsprechenden Rückmeldungen aus den Schulen, die Sozialarbeit seit Herbst 2017 haben, zeigen erste Erfolge im Schulalltag. Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung, haben wir doch bereits jetzt sieben von zwölf Schulverbünden entsprechend ausgestattet. Das neue Vergabeverfahren wird bereits vorbereitet und ich gehe davon aus, dass wir unseren Umsetzungszeitplan für 2019 und 2020 einhalten“, fasst Stephanie Becker-Bösch zusammen.

 

Bild:

Stephanie Becker-Bösch, Bürgermeister Guido Rahn und Erster Stadtrat Friedrich Schwaab




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